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Karin Denk ist wütend über die Schließungsabsichten der Bibliothek

Schließen ist nicht die Lösung

"Mitteldeutsche Zeitung" ein Artikel von Claudia Petasch

 

"Der Artikel über die Schließungsabsichten der Bibliothek hat mich doch sehr wütend gemacht", schreibt Karin Denk aus Tröglitz an die MZ und bezieht sich auf einen Beitrag, der am Silvestertag in der Zeitzer Zeitung stand. Darin war zu lesen, dass es in der Elsteraue Überlegungen gibt, die Gemeindebibliothek im Jahr 2013 zu schließen.

"Mitteldeutsche Zeitung" ein Artikel von Claudia Petasch

"Der Artikel über die Schließungsabsichten der Bibliothek hat mich doch sehr wütend gemacht", schreibt Karin Denk aus Tröglitz an die MZ und bezieht sich auf einen Beitrag, der am Silvestertag in der Zeitzer Zeitung stand. Darin war zu lesen, dass es in der Elsteraue Überlegungen gibt, die Gemeindebibliothek im Jahr 2013 zu schließen. Um Geld zu sparen, zunächst 2.000 Euro Sachkosten im Jahr. Fakt ist: die Elsteraue muss sparen, denn im Haushalt von 2011 klafft ein Fehlbetrag in Millionenhöhe. Deswegen hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr ein Konsolidierungskonzept beschlossen, in dem auch von der Schließung der Gemeindebibliothek in Tröglitz und einer eventuellen Übergabe in Vereinsträgerschaft die Rede ist. Endgültig beschlossen ist noch nichts, aber die Überlegungen stoßen schon jetzt auf keine Gegenliebe bei den Nutzern, die die MZ befragte.

"Ich bin schon so lange Leserin, wie ich in Tröglitz wohne. Überall wird geschlossen, Geschäfte in der Stadt Zeitz, die Frauenschutzwohnung und nun steht auch unsere Bibliothek zur Disposition? Das kann und will ich nicht glauben, dass wegen 2.000 Euro Sachkosten ausgerechnet die Bibo daran glauben soll. So wenig Verantwortung hat die Gemeinde, die doch auch als Bildungsvermittler wirken soll", fragt Karin Denk. Sie erinnert auch daran, dass der Bücherbus einst dem Rotstift zum Opfer fiel. Karin Denk findet die Idee, die eine Nutzerin gegenüber der MZ geäußert hat, übrigens gut. Denn Hella Haeselbarth sagte der MZ, sie wäre bereit, ein paar Euro mehr an Jahresbeitrag zu bezahlen, wenn das die Einrichtung retten würde. "Vielleicht sollte überlegt werden, die Gebühr etwas anzuheben. Der Großteil der Leser und Leserinnen wird dafür Verständnis haben", stimmt Denk dem zu. Sie selbst habe oft eigene Bücher, die sie ausgelesen hat, in die Bibliothek gebracht, damit auch andere etwas davon haben.

Die Tröglitzerin fragt auch, was denn die Alternative für die Literaturfreunde in der Elsteraue sei? "Sollen wir nach Zeitz fahren und dort ausleihen? Kostet wohl zehn Euro Jahresgebühr und dazu das Fahrgeld für den Bus und die Bücher tragen, das fällt auch nicht gerade leicht. Nicht alle haben ein Auto", gibt sie zu bedenken. Sie hofft, dass der Gemeinderat sich dem Thema annimmt und nach einer Lösung sucht, mit der alle leben können .