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Christina Buchheim

Probleme der kommunalen Bäder liegen auf dem Tisch

Zum heute im Innenausschuss des Landtages durchgeführten Fachgespräch zum Antrag der Fraktion DIE LINKE „Unterstützung kommunaler Bäder – Schwimmunterricht absichern!“ erklärt Christina Buchheim, Sprecherin für Kommunalpolitik der Fraktion DIE LINKE:

»Im heutigen Fachgespräch sind die Probleme der kommunalen Bäder eindeutig benannt worden: Es gibt einen massiven Sanierungs- und Investitionsstau sowie einen Fachkräftemangel. Es fehlen angesichts der widrigen Umstände Fachangestellte für Bäder, Rettungsschwimmer*innen und Schwimmlehrer*innen. Umkämpfte Hallenzeiten der wenigen Schwimmhallen führen zu fehlenden Bahnzeiten für die Ausbildung von Rettungsschwimmer*innen. Durch die Corona-Pandemie besteht dringender Handlungsbedarf, den Schwimmunterricht sicherzustellen und auszuweiten. Weitere Punkte, die Sorgen bereiten, sind die steigenden Energiekosten. Steigende Preise dürfen nicht dazu führen, dass das Schwimmbad unbezahlbar wird. Bei all diesen Problemen ist Zeit auch Geld. Die Bugwelle, die die Kommunen vor sich herschieben, wird mit der Zeit immer größer.

Der Ball liegt jetzt im Spielfeld von Landesregierung und Koalition. Der Betrieb von Bädern darf nicht weiter nur eine freiwillige Leistung der Kommunen sein und damit immer der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass der Rotstift angesetzt wird. Es bedarf einer flächendeckenden Planung nach Analyse der erhobenen Daten und darauf basierend ein verlässliches Förderprogramm. Die vorhandenen Fördermöglichkeiten müssen angepasst werden und auch kleine Kommunen muss der Zugang gewährt und unter die Arme gegriffen werden. Es braucht eine kontinuierliche und nachhaltige Förderung der Bäder. Der von uns beantragte Schwimmbadfonds kann dabei nur ein erster Schritt sein. Am Ende, ohne eine flächendeckende Schwimmausbildung, spielt das Land mit dem Leben seiner Bewohner*innen.«