Peter Kroha: nd-Leserbrief
„Wir schaffen das!“, hat die Kanzlerin vor einigen Monaten verkündet. -Und sie hat recht behalten; wir haben es geschafft. Es kommt fast niemand mehr, Europa hat sich eingeigelt, die Festung hält stand, viele der für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehenen Unterkünfte sind inzwischen leer.
Dafür campieren Tausende bei Regen im Matsch vor der mazedonischen Grenze, und in den türkischen Internierungslagern geht es ihnen auch nicht viel besser. Das Recht auf Asyl ist weitgehend beseitigt, wir erleben eine humanitäre Katastrophe.
Man schämt sich, ein Deutscher, ein Bürger des vereinten Europa zu sein, eines Europa, das von einer christlichen Grundhaltung geprägt sein soll.
Da hat ein deutscher Ministerpräsident seine Bereitschaft geäußert, Flüchtlinge aufzunehmen mit der Begründung, wir bräuchten dringend Zuwanderung. Das war mein schönstes Ostergeschenk. Vielen herzlichen Dank.
