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DGB-Chef Gebhardt – Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Zum Auftritt des DGB-Landesvorsitzenden Udo Gebhardt auf dem CDU-Landesparteitag bemerkt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Dr. Frank Thiel: "Das war schon ein beachtlicher Auftritt, der hoffentlich wenig über den DGB Sachsen-Anhalt und seine Mitgliedsgewerkschaften, dafür aber so einiges über den DGB-Landesvorsitzenden Udo Gebhardt aussagt. Da hofiert er die CDU, versteigt sich sogar darin, dass eben jene CDU mit den Gewerkschaften den gesetzlichen Mindestlohn durchbekommen habe. Schon vergessen, wie das Bündnis für Mindestlohn in Sachsen-Anhalt entstanden ist und wer damals die treibenden Kräfte waren? Die viel gepriesene CDU jedenfalls hatte seinerzeit noch verbissen auf branchenspezifische Mindestlöhne gesetzt. (…)

Zum Auftritt des DGB-Landesvorsitzenden Udo Gebhardt auf dem CDU-Landesparteitag bemerkt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Dr. Frank Thiel: "Das war schon ein beachtlicher Auftritt, der hoffentlich wenig über den DGB Sachsen-Anhalt und seine Mitgliedsgewerkschaften, dafür aber so einiges über den DGB-Landesvorsitzenden Udo Gebhardt aussagt (s. auch hier). Da hofiert er die CDU, versteigt sich sogar darin, dass eben jene CDU mit den Gewerkschaften den gesetzlichen Mindestlohn durchbekommen habe. Schon vergessen, wie das Bündnis für Mindestlohn in Sachsen-Anhalt entstanden ist und wer damals die treibenden Kräfte waren? Die viel gepriesene CDU jedenfalls hatte seinerzeit noch verbissen auf branchenspezifische Mindestlöhne gesetzt.

Vergessen auch die Wirtschaftspositionen der CDU oder deren Haltung zu ArbeitnehmerInnenrechten? Die sind ja der Öffentlichkeit dankenswerterweise in einer so beeindruckenden wie peinlichen Broschüre erst unlängst unterbreitet worden.

Und schon vergessen, dass etwa die DGB-Gewerkschaft ver.di zu eben jener Broschüre gefordert hatte, der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl Reiner Haseloff möge sich von diesem Papier klar distanzieren, weil es offen arbeitnehmerfeindliche Forderungen aufstellt und ein Angriff auf die Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte ist?

Aber vielleicht ist dem „Kollegen“ Gebhardt ja auch der Schreck in die Glieder gefahren angesichts der CDU-Erkenntnisse, was Linke hier nach CDU-Auffassung in der Wirtschaft anrichten würden. Vielleicht hat eben dies ihn ja überzeugt, deshalb die Solidarisierung mit dem „lieben Reiner“ und seiner CDU.

Was immer die Wandlung vom Paulus zum Saulus bewirkt haben mag – offenkundig befolgt auch Udo Gebhardt die bewährte Devise „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ Man darf gespannt sein, wie der DGB Sachsen-Anhalt und seine Mitgliedsgewerkschaften damit nun umgehen werden."