Befristung und Leiharbeit stoppen
Im September geht es los: mit dem Ende der Sommerferien spitzen wir unsere Kampagne "Das muss drin sein." zu und greifen ausufernde Befristungen und Leiharbeit an. Vor allem junge Menschen sind von unsicheren Arbeitsverhältnissen betroffen und können ihre Zukunft nur schwer planen.
Im September geht es los: mit dem Ende der Sommerferien spitzen wir unsere Kampagne "Das muss drin sein." zu und greifen ausufernde Befristungen und Leiharbeit an. Vor allem junge Menschen sind von unsicheren Arbeitsverhältnissen betroffen und können ihre Zukunft nur schwer planen.
Sommer, Sonne, Urlaubszeit? Für viele Lehrerinnen und Lehrer begann der Start in den Sommer 2015 trostlos mit dem Gang zur Arbeitsagentur. Viele Schulen stellen Lehrer in 10-Monates-Verträgen ein und entlassen sie über die Sommerferien. Berufseinsteiger trifft es noch härter, da sie oftmals nicht lange genug beschäftigt waren, um Arbeitslosengeld II zu erhalten. Sie landen bei Hartz IV.
Doch Lehrer sind nicht die einzige Berufsgruppe, die mit Befristungen und skandalösen Beschäftigungspraxen zu kämpfen haben. Fast jede zweite Neueinstellung wird mittlerweile befristet eingestellt, bei den Frauen sind es sogar noch mehr. In den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil befristeter Stellen verdreifacht. Die am stärksten von Befristung betroffenen Berufsgruppen finden sich im Gesundheits- und Sozialwesen, in der öffentlichen Verwaltung und im Erziehungsbereich. Doch auch der Einzelhandel, das Bau- und Gastgewerbe sind stark betroffen. So unterschiedlich die Lebensrealitäten von Kellnern, Kita-Erzieherinnen, Krankenpflegerinnen, Metallarbeitern, Bauarbeiterinnen und Verkäufern auch sind – ihre Berufsaussichten und die damit verbundenen Probleme sind ähnlich. Wer sich immer von Vertrag zu Vertrag hangelt, muss Abstriche bei der Lebensplanung machen: Eine Familie gründen, auf längere Sicht planen, sich einen Urlaub gönnen: Fehlanzeige. Unsicherheit, Zukunftsängste und häufig auch Geldnöte prägen den Alltag.
Befristete Arbeitsverträge sind nicht einfach ein Einstieg in unbefristete Beschäftigung, wie eine verlängerte (illegale) Probezeit: Gerade mal jeder dritte befristete Vertrag wird in einen unbefristeten umgewandelt. Viele warten jahrelang in einer Warteschleife aus Kettenbefristungen.
Mit dem Ende der Sommerferien beginnt bald nicht nur ein neues Schuljahr für bundesweit circa elf Millionen Schülerinnen und Schüler. Etwa 1,3 Millionen junge Menschen starten mit der Berufsausbildung auch den ersten Schritt ins eigene Berufsleben und verbinden damit die Hoffnung auf eine gute Ausbildung, gutes Geld und später einen guten Arbeitsplatz.
DIE LINKE nimmt deshalb im Herbst mit der Kampagnenphase „Befristung und Leiharbeit stoppen!“ die Berufsperspektiven junger Menschen genauer in den Blick. Denn während sich die Bundesregierung in wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen sonnt, hangeln sich vor allem junge Menschen von einem befristeten Job zum nächsten oder finden nur in Leiharbeit eine Beschäftigung. Davon sind insbesondere Berufseinsteiger und junge Beschäftigte betroffen. Langfristige Planung ist damit Fehlanzeige!
Mit einer bundesweiten Unterschriftensammlung gegen Befristung und Leiharbeit stellt DIE LINKE ab Herbst sichere Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven für alle in den Mittelpunkt. „Wir treten ein für ein Gesetz gegen sachgrundlose Befristungen und Leiharbeit.
Beteiligt euch an der Postkartenaktion: http://www.die-linke.de/fileadmin/download/kampagne2015/weiteres_material/befristung_leiharbeit_stoppen/2015-08-03_postkarte_a6_befristung_leiharbeit_stoppen.pdf
Beim Mindestlohn haben wir bewiesen, dass es sich lohnt, einen langen Atem zu haben. Jetzt wollen wir zunächst unsere Forderungen in die Öffentlichkeit bringen.“ so Bernd Riexinger, Parteivorsitzender der LINKEN. Bundesweit sammelt DIE LINKE deshalb ab dem 1. September bis Mitte nächsten Jahres sowohl mit Postkarten und Unterschriftenlisten als auch online Unterschriften gegen Befristung und Leiharbeit. „Jede und jeder kann unterschreiben: im Internet unter www.das-muss-drin-sein.de .
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Leiharbeit und Befristung muss der Kampf angesagt werden. Sie sind herzlich eingeladen: machen Sie mit, machen Sie Druck. Damit selbstverständliches wieder selbstverständlich wird. Das muss drin sein!

