Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Wulf Gallert

Chancen für eine stationäre Gesundheitsversorgung in Havelberg

Der für die Region Havelberg zuständige Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Wulf Gallert, erklärt nach der heutigen Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Integration:

»In der heutigen Sitzung des Sozialausschusses, die sich mit der stationären Gesundheitsversorgung in Havelberg auf Antrag der Fraktion DIE LINKE beschäftigt hat, ist deutlich geworden, dass der Bedarf für eine Rund-um-die-Uhr-Notaufnahme und das Vorhalten von stationären Betten weiterhin gegeben und deswegen die aktuelle Situation vor Ort untragbar ist.

Positiv hervorzuheben ist, dass der Druck des Vereins ‚Pro Krankenhaus Havelberg‘ offensichtlich im Gesundheitsministerium und beim Landrat nicht folgenlos bleibt. Obwohl das Ministerium heute noch einmal deutlich signalisiert hat, dass der Antrag der Johanniter gGmbH auf Neubau eines Krankenhauses in Havelberg aus ihrer Sicht kaum Realisierungschancen hat, wurde sowohl vom Gesundheitsministerium als auch vom Landrat eine Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung und ein teilstationäres Angebot als notwendig anerkannt.

Allerdings war heute auch klar zu erkennen, dass bei den Vertretern der Krankenkassen und auch der kassenärztlichen Vereinigung kaum Überlegungen angestellt werden, um eine Verbesserung der jetzigen Situation in der Region Havelberg zu erreichen. Wer Anbieter eines integrierten, stationären und ambulanten Angebots ist, ob die Johanniter, die Salus gGmbH oder ein Dritter, ist letztlich egal. Wichtig ist die Klärung folgender Fragen:

1. In welchem Gebäude kann ein solches Angebot unterbreitet werden?
2. Wie kann das notwendige medizinische Personal vor Ort bereitgestellt werden?
3. Wer trägt die Kosten für ein solches Modellprojekt einer integrierten, ambulanten und stationären Versorgung im ländlichen Bereich?

Diese Fragen müssen in den nächsten Wochen beantwortet werden, von der Landesregierung, vom Kreis und von den Kostenträgern. Dabei darf sich niemand aus der Verantwortung stehlen, ein Misserfolg ist aus der Perspektive der Betroffenen vor Ort nicht zu akzeptieren.«