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Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus

Mitglieder, Sympathisanten und Freunde der Stadtverbände Weißenfels und Hohenmölsen beim gemeinsamen Gedenken

Zum Tag der Befreiung am 8.Mai 2012 gedachten, auf Einladung des Stadterbandes derPartei DIE LINKE Vertreter der Verwaltung und des Stadtrates, die Marinekameradschaft und weitere Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt den Opfern auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof auf dem Klemmberg in Weißenfels. Mit Olga Polienko, der Sozial-Lotsin von der Arbeiterwohlfahrt im Burgenlandkreis, kamen auch viele ehemalige Sowjetbürger.

Im stillen Gedenken an die Opfer wurden Blumen und Gebinde niedergelegt.

Jörg Freiwald und der Oberbürgermeister Robby Risch erinnerten in ihren Ansprachen an die Ereignisse vor 67 Jahren. Alliierte Streitkräfte befreiten Deutschland und Europa vom Nazi-Faschismus. Zurück blieben Millionen während des faschistischen Vernichtungskrieges und der Shoa ermordete Menschen. Insbesondere die Sowjetunion bezahlte diesen Sieg über den Faschismus mit Millionen Toten.

Auf dem Weißenfelser Ehrenfriedhof am Klemmberg wurden Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, verwundete und erkrankte Soldaten der Roten Armee zur letzten Ruhe gebettet, die an den Folgen des barbarischen Krieges, auch noch nach seinem offiziellen Ende, gestorben sind, denen es nicht vergönnt war in Frieden weiter zu leben.

Darauf machte Genosse Karl Heinz Hoffmann in seinem Beitrag aufmerksam und er zitierte Konstantin Simonow, der als Kriegsberichterstatter nach Ende der Kämpfe Gefangenenlager in der Umgebung von Leipzig besuchte und darüber berichtete.

Immer weniger Zeitzeugen stehen unserer Generation zur Verfügung, um die Ereignisse aus eigener Erfahrung zu berichten. Wir haben eine große Verantwortung gegen das Vergessen vorzugehen, den nachfolgenden Generationen die historischen Tatsachen lebendig zu halten und den Schwur, den die Antifaschisten nach ihrer Befreiung aus den Konzentrationslagern geleistet haben „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ zu erneuern und gegen die sich heute wieder zeigenden neonazistischen und militaristischen Tendenzen in der Gesellschaft Stellung zu beziehen. Jüngste Ereignisse zeigen   „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch" (Bertold Brecht). 

Hans Klitzschmüller