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Unser Sommerfest 2012 im Naumburger Bürgergarten war eine tolle Sache

Birke Bull: Lasst uns miteinander freundlich umgehen

Die LINKE im Burgenlandkreis lud zum Sommerfest ein und viele kamen

Neben Kraft und Stehvermögen brauche man auch neue Lust auf politische Arbeit und einen Schuss Humor – das sollte das Sommerfest der LINKEN am 1. September im „Bürgergarten“ Naumburg auslösen und das tat es auch. Eingeladen hatten der Vorsitzende des Kreisverbandes Burgenlandkreis Gunter Schneider sowie die Bundestagsabgeordneten Roland Claus, Dr. Frank Thiel und Jan Wagner.

Das Wetter war wie bestellt und aus der historischen Orchestermuschel im Biergarten kam flotte Live-Musik, die Gespräche nicht verhinderte. Denn viele der Besucher des Sommerfestes waren vor allem gekommen, um sich wieder einmal auch außerhalb ihrer Basisgruppen zu treffen, sich über die nächsten Aufgaben auszutauschen und sich wohl auch daran zu motivieren, dass man nicht allein kämpfen muss im lokalen oder regionalen politischen Ehrenamt. Wie Anneliese Dame aus Naumburg, die sich besonders über die starke Gruppe von Genossinnen und Genossen aus der Elsteraue und aus Hohenmölsen freute.

Besonders herzlich begrüßt wurde natürlich die Naumburgerin Charlotte Böhme, stolze 103 Jahre alt und noch immer mit dabei, wenn sich ihre Genossinnen und Genossen treffen. Und nicht nur irgendwie dabei – sie brachte sich ein in die Diskussion und war auch bei diesem Sommerfest immer in ein Gespräch mit den meist so viel Jüngeren vertieft. Sie war die mit Abstand älteste Teilnehmerin. Der Jüngste war der noch keine zwei Jahre alte Jon Lennox, der sich mit seinen Schwestern Lara (3) und Alisa (5) bei den Kinderbetreuerinnen Nicole Müller, Maria Hoyme und Sarah Waterfeld bestens aufgehoben fühlte. So hatten auch die Eltern des munteren Trios eine Chance, ungestört zuzuhören, als Birke Bull, die neue Landesvorsitzende der LINKEN Sachsen-Anhalts sprach. 

Dass Birke Bull aus ihrem arg gefüllten Terminkalender einige Stunden freischaufelte, um beim Sommerfest der LINKEN im Burgenlandkreis dabei sein zu können, verschaffte ihr wohl schon einige Pluspunkte, noch bevor sie zum Mikrofon griff.

Dass sie dabei die „großen Themen“ wie Mindestlohn, Hartz IV, Fiskalpakt oder Banken-Krise zugunsten einiger eher sehr persönlicher Worte nur streifte, wurde in diesem Rahmen des Sommerfestes als durchaus angenehm empfunden. Obwohl sie sich selbst als „geborene Stellvertreterin“ sieht, sei sie in die „großen Schuhe“ von Matthias Höhn getreten, als dieser auf dem jüngsten Bundesparteitag zum  Bundesgeschäftsführer gewählt wurde. Ihr politischer Stil sei es, miteinander zu reden, sich auszutauschen, gemeinsam zu arbeiten. Und, so appellierte sie hoffnungsvoll und sichtlich von Herzen: „Lasst uns miteinander freundlich umgehen.“ An den Genossinnen und Genossen aus dem Burgenlandkreis sollte das nicht scheitern. Das schließt unterschiedliche Meinungen und (sachlichen) Streit ja keineswegs aus.      

Maria Barsi

(siehe auch den dazugehörigen Artikel von Wolfram Adolphi auf der Internetseite von Roland Claus)