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Schnelle Bahnanbindung nach 2015 für Naumburg und Weißenfels zugesagt

Roland Claus bringt Verantwortliche an einen Tisch

Am 5. Juni trafen sich auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Roland Claus im Naumburger Rathaus die Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG, der NASA GmbH, die Oberbürgermeister der Städte Naumburg und Weißenfels sowie weitere Vertreter aus der Politik und Wirtschaft zu einem konstruktiven Arbeitsgespräch zum Thema „Sicherung der schnellen Bahnanbindung der Städte des Burgenlandkreises“.

Erstmals wurden zu dieser Veranstaltung die Konzepte sowohl der Deutschen Bahn AG zur Nutzung der neuen ICE-Strecke VDE 8 von Nürnberg via Erfurt und Halle/Leipzig nach Berlin vorgestellt und der momentane Bauzustand erläutert. Klar ist allen Teilnehmenden, dass Naumburg und Weißenfels nach 2015 keine ICE-Anbindung mehr haben werden.

Es wurde und wird jedoch durch die NASA GmbH, der Verantwortlichen Regionalverkehrsgesellschaft für Sachsen-Anhalt, ein Verkehrsprojekt entwickelt, welches dafür sorgen wird, dass der Burgenlandkreis eine schnelle Städteverbindung zu den ICE-Knotenpunkten Erfurt und Halle/Leipzig erhalten wird, um somit auch die zügige Verbindung in den Süden und den Norden der Bundesrepublik zu gewährleisten. Nürnberg und Berlin werden dann schneller als bisher, aber mit einem Umsteigestopp, erreicht werden können.

Wie die NASA GmbH dieses Versprechen ermöglichen kann, erklärte der Geschäftsführer, Herr Malter, den Anwesenden ausführlich. Momentan fahren auf der existierenden Strecke von Erfurt, Naumburg über Weißenfels nach Leipzig ICE-Züge im verlangsamten Tempo, da eine Vollauslastung der Züge von über 300km/h nicht möglich ist. Ab 2016 werden auf dieser Trasse dann neu gebaute Regional-Express-Züge mit einem Tempo von über 150 km/h fahren können. Dazu wird die NASA GmbH neue, schnellere Fahrzeuge mit Klimatisierung, Steckdosen am Platz, Mobilfunkrepeater, großzügiger Bestuhlung, Catering und Tischen an jedem Platz anschaffen.

Verbesserungen sind auch für Reisende mit Behinderungen geplant. Ebenso wurde an eine großzügige Fahrradmitnahme, an den Fahrscheinverkauf im Zug und - im Rahmen der Konzeption - auch an einen Kundenbetreuer pro Zug gedacht. Alles in Allem werden die Nutzer der Bahn ab 2015 nicht schlechter gestellt als heute. Lediglich bei den Fahrtzeiten werden sich kleine Veränderungen ergeben. Heute erreichen Fahrgäste ab Naumburg die Stadt Halle im Zwei-Stunden-Takt innerhalb von 28 Minuten mit dem ICE. Zukünftig wird diese Strecke im Ein-Stunden-Takt und 32-34 Minuten erreicht. Von Weißenfels als Beispiel gesehen erreicht man Leipzig heute mit einzeln festgelegten Fahrten in 27-31 Minuten, ab 2016 dann im Ein-Stunden-Takt innerhalb von 37-38 Minuten.

Wenn sowohl die Deutsche Bahn AG mit ihren Fahrplänen als auch die NASA GmbH ihre Versprechen einhält, werden den Nutzern des öffentlichen Personennahverkehrs durch die Umstellung von ICE-Anbindung in Regional-Verkehrsanbindungen im Schienenverkehr der Städte Naumburg und Weißenfels keine Nachteile entstehen.

Autor: Katja Bahlmann