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Kranzniederlegung am Ehrenmal im Bad Kösener Kurpark

Kranzniederlegung am Ehrenmal im Bad Kösener Kurpark

Unter Anwesenheit unserer Bad Kösener Genossinnen und Genossen und weiterer durch eine Pressemitteilung eingeladene Bürgerinnen und Bürger sprach Peter Kroha, Vorsitzender der BO Bad Kösen / Eckartsberga Worte des Gedenkens an die vielen Opfer des von Deutschland ausgelösten II. Weltkrieges und dankte den Befreiern des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus.

Ulrike Baitinger aus der Basisorganisation Bad Kösen / Eckartsberga schreibt:

Gedanken, die mich nicht nur zum 8. Mai bewegen

Wenn wir - besonders am 8. Mai - an das Ende des II. Weltkrieges erinnern, bemerken wir mit Schrecken, dass immer lauter die Frage aufgeworfen wird, ob das Kriegsende nicht doch für Deutschland eine Niederlage gewesen sei.

Wer diese Frage stellt, beweist, dass er festhalten will an der kriegerischen Machtpolitik  des Kapitals gegen den Willen und die Hoffnung der Mehrheit der Menschen für eine gerechte und lebenswürdige Welt.

Diese Vertreter der Machtpolitik bezeichnen ihre Gesellschaftsform als „Demokratie“ und setzen sie als Ideal gegen den Begriff „Diktatur“. Damit diskreditieren sie jedes Aufbäumen, jeden Kampf um menschenwürdiges Leben überall auf der Welt.

Der Riss in der Menschheit  besteht nicht zwischen „Demokratie“ und „Diktatur“, sondern er besteht in der Ungerechtigkeit der Verteilung sowohl der Ressourcen, die die Erde hat, als auch der Arbeits- und Lebensmöglichkeit der Menschen überall in der Welt, ihrer Bildung und Ausbildungsmöglichkeit und ihrer Teilhabe an den Entscheidungen, die das Überleben der Menschheit auf unseren Planten ermöglichen.

Das verwirklichen, heißt Demokratie!

Dazu braucht es die Verhinderung jedes Krieges und die Beendigung der Diktatur des Kapitals.

Ehrendes Gedenken am Denkmal für die gefallenen Sowjetsoldaten in Klosterhäseler

Ehrendes Gedenken am Denkmal für die gefallenen Sowjetsoldaten in Klosterhäseler

Unter Anwesenheit unserer Eckartsbergaer und Bad Kösener Genossinnen und Genossen und weiterer durch eine Pressemitteilung eingeladene Bürgerinnen und Bürger sprach Heinz Baitinger, Mitglied der BO Bad Kösen / Eckartsberga Worte des Gedenkens an die vielen Opfer des von Deutschland ausgelösten II. Weltkrieges und dankte den Befreiern des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus. Hier seine Rede.

In einem Leserbrief Ulrike und Heinz Baitingers an das NAUMBURGER TAGEBLATT schreiben beide: 

Nicht nur „wie in jedem Jahr“ hat eine Delegation der Geossinnen und Genossen aus Bad Kösen und Eckartsberga am 8. Mai dieses Jahres an den Mahnmalen des II. Weltkrieges im Kurpark Bad Kösens und am Ehrenmal für die gefallenen Sowjetsoldaten in Klosterhäseler Blumen niedergelegt.

Es sind die erschreckenden Tatsachen der nun bereits Jahre währenden kriegerischen Ereignisse in Afghanistan, gegen die JEDE Vernunft rebelliert.

Es sind vor allem die offensichtlichen Bemühungen, über Rundfunk, Presse, TV und Film das deutsche Volk wieder an den Kriegszustand zu gewöhnen.

Und es sind die Worte des dafür verantwortlichen Herrn v. Guttenberg, dass die kriegerischen Einsätze nicht nur in Afghanistan für Deutschland notwendig seien, sondern überall dort stattfinden werden, wo unsere Regierung das für notwendig erachten wird.

Der II. Weltkrieg hatte viele Facetten, aber begonnen wurde er vom faschistisch-deutschen Großmachtstreben „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen….“

An dieser Stelle knüpft Herr v. Guttenberg an. Das darf so nicht weitergehen!

Heinz und Ulrike Baitinger

 

Gedenkveranstaltung am Ehrenmal des Naumburger Stadtparks

Gedenkveranstaltung am Ehrenmal des Naumburger Stadtparks

 Die Basisorganisation Naumburg der Linkspartei rief im NAUMBURGER TAGEBLATT am 5. Mai 2010 zur Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung am Naumburger Stadtpark auf, mit der am Sonnabend, 8. Mai, 11.00 Uhr, an die Beendigung des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 erinnert werden sollte. In der Pressemitteilung hieß es: „Wir greifen Richard von Weizsäckers Rede von 1985 auf, worin er feststellte, dass der 8. Mai 1945 nicht mehr nur für die totale militärische Niederlage Deutschlands und die Beendigung des II. Weltkrieges in Europa steht, sondern immer mehr für die Befreiung vom Nationalsozialismus, für die Befreiung vom Hitlerfaschismus“.

Schriftlich eingeladen wurden bereits eine Woche vorher die Ortsvorstände der anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien, ihre Gemeinderatsmitglieder und weiteren Mandatsträger sowie der Oberbürgermeister Bernward Küper.

Entgegen einer anderslautenden sehr "Kurzen Meldung" im NT am 10.Mai 2010 erschienen leider nur Genossinnen und Genossen unserer Partei und Vertreter vom VVN-BdA. Befremdlich war das Fernbleiben der Vertreter von CDU, SPD, FDP und GRÜNE/Bündnis 90 sowie der Stadt Naumburg.

Jan Wagner, Mitglied der BO Naumburg und Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2011 im Wahlkreis 44 sprach Worte des Gedenkens an die vielen Opfer des von Deutschland ausgelösten II. Weltkrieges und dankte den Befreiern des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus.

Das Fernbleiben der anderen eingeladenen Parteien und Mandatsträger von der Gedenkveranstaltung veranlaßte Gen. Dr. Wolfgang Süß zum Verfassen eines Leserbriefes, der am 19. Mai 2010 kommentarlos veröffentlicht wurde: 

Zum 8. Mai, dem 65. Jahrestag der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.  

In unseren Zeitungen, dem Rundfunk und Fernsehen war die Berichterstattung über den 8. Mai, den 65. Jahrestag der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, vorsichtig formuliert, sehr zurückhaltend. Damit wurde dieses für unser Volk und die Völker ganz Europas höchst bedeutsame Ereignis – nicht nur nach meiner Auffassung -  in unangemessener Weise und ungenügend gewürdigt.

So ist es nicht verwunderlich, dass Schüler in einer Befragung nach diesem historischen Datum im MDR/Radio Sachsen-Anhalt nur sehr wenig bis nichts zu sagen wussten. Für die aktuelle Auseinandersetzung mit rechten und neofaschistischen Auffassungen und Haltungen in unserer Gesellschaft ist dies ein alarmierendes Zeichen!

Darum sollten Verantwortliche in den öffentlichen Medien durchaus kritisch und selbstkritisch über diese Fragen nachdenken und Schlüsse ziehen.

Im Naumburger Tageblatt vom 10.5.2010 wurde über die Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte am Stadtpark, zu der die Linkspartei eingeladen hatte, in kürzester Form berichtet.  So weit – so gut. Leider nahmen Vertreter anderer Parteien und der Stadtverwaltung an dieser Veranstaltung im Gegensatz zu der Darstellung in der kurzen Mitteilung, nicht teil. Rechtzeitig eingeladen waren alle Parteien, die im Gemeinderat der Stadt vertreten sind sowie der Oberbürgermeister.  

Dr. Wolfgang Süß

Kranzniederlegung auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof

Kranzniederlegung auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof
auf dem Klemmberg in Weißenfels

Ausstellung "Entfernung von der Truppe - Kriegsdienstverweigerung und Desertion im Dritten Reich"

07.05. bis 25.06.2010: Ausstellung "Entfernung von der Truppe - Kriegsdienstverweigerung und Desertion im Dritten Reich" in der Marienkirche Weißenfels

Genosse Hans Klitzschmüller aus Weißenfels sendete uns einen Wortbeitrag, den ein Mitglied des Bündnis für Toleranz und gegen rechte Gewalt anlässlich der Ausstellungseröffnung gehalten hat. Diese Ausstellung hat einen hohen Informationswert auch für Schüler der 8. Klassen!

Der Wortbeitrag:

Morgen am 08.Mai 2010 jährt sich der Tag der Befreiung wie ihn Ex-Bundespräsident Richard v. Weizäcker 1985 vor dem Bundestag bezeichnete und somit das Ende des II. Weltkrieges in Europa zum 65. Mal. 64 Jahre mussten diejenigen Deutschen auf ihre  Rehabilitierung warten, die „Nein“ sagten zu diesem Krieg, denn erst im Herbst des vergangenen Jahres wurden alle Urteile ohne Einzelfallprüfung die von der NS-Militärjustiz wegen Wehrdienstverweigerung, Desertion oder Kriegsverrat gefällt wurden, aufgehoben.

1996 befasste sich die Synode der EKD mit diesem Problem – lassen sie mich aus diesem Dokument zitieren:„Es leben unter uns noch Mitbürger, die in der Zeit von 1939 bis 1945 durch die Wehrmachtjustiz wegen Desertion, Gehorsamsverweigerung oder Wehrkraftzersetzung verurteilt wurden. Sie gelten nach wie vor als vorbestraft. Dies ist nicht länger zu verantworten. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland erklärt:

1.    Der Zweite Weltkrieg war ein Angriffs- und Vernichtungskrieg, ein vom national-sozialistischen Deutschland verschuldetes Verbrechen. Auch die Kirche, die das seinerzeit nicht erkannt hat, muss das heute erkennen.

2.    Wer sich weigert, sich an einem Verbrechen zu beteiligen, verdient Respekt. Schuldsprüche aufrecht zu erhalten, die wegen solcher Verweigerungen gefällt wurden, ist, seit der verbrecherische Charakter der nationalsozialistischen Diktatur und ihrer Kriegsführung feststeht, absurd. Sich der Beteiligung an einem Verbrechen zu entziehen, kann nicht straf würdig sein............... "

Warum diese Erklärung erst 51 Jahre nach Kriegsende kam hat viele Ursachen, sie liegen hauptsächlich in der Nichtakzeptanz dieser Verurteilten durch die Nachkriegsgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Vielleicht lag es aber auch daran, dass die Worte Luthers anlässlich der „Wurzener Fehde“ 1542 etwas in Vergessenheit geraten sind, Worte die ihre Aktualität bis heute nicht eingebüßt haben.“..es ist wider Gott und Recht  unter unfriedlichen Fürsten im Krieg gehorsam zu sein und den Eid zu halten“

Vor wenigen Wochen erhielt ich eine Nachricht in welcher Stadträte und Kommunen aufgefordert wurden den 08. Mai 2010 zum Anlass zu nehmen Opfern der NS Justiz in den Städten Stolpersteine zu setzen. Unsere Gemeinde setzt mit dieser Ausstellung einen solchen Stolperstein, ein  Stolperstein für die Köpfe, denn kaum einen der diese 35 m bewusst entlang schreitet und die Bilder und Texte auf sich wirken lässt wird unberührt bleiben vom Schicksal dieser Menschen. Diese Ausstellung soll dazu beitragen die Menschen ins Recht zu setzen, die ihre Beteiligung an einem verbrecherischen Angriffs- und Vernichtungskrieg aufkündigten. Nachdem sie erkannt hatten, an welchem Unrecht sie beteiligt waren, sie haben ihre individuelle Verantwortung als Soldaten wahrgenommen und haben NEIN gesagt. Mit all den schrecklichen Konsequenzen die diese persönliche Entscheidung für sie hatte.

Von einer Würdigung der Kriegsdienstverweigerer, Wehrmachtsdeserteure und anderen Opfern der NS-Militärjustiz bei geigneten Anlässen z.B. bei den jährlichen offiziellen Gedenkfeiern am 27. Januar oder am 20.Juli kann bisher überhaupt keine Rede sein.

Ca. 30.000 Todesurteile wurden von der Militärjustiz gegen Angehörige der Wehrmacht und ca. 50.000 Todesurteile gegen Zivilpersonen wegen Wehrkraftzersetzung, Fahnenflucht und Kriegsverrat ausgesprochen, die meisten von Ihnen wurden vollstreckt . Lassen sie mich am Beispiel Hermann Stöhrs ein Schicksal hervorheben stellvertretend für alle.

Hermann Stöhr geb. 04.01.1898 in Stettin  war ein deutscher Pazifist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Stöhrs pazifistische Grundhaltung war Folge seiner Erfahrungen auf den Schlachtfeldern im I. WK für den er sich als Freiwilliger gemeldet hatte. Nach Kriegsende studierte er von 1919 bis 1922 Volkswirtschaft. Öffentliches Recht und Sozialpolitik und promovierte 1922 zum Doktor der Staats-Wissenschaften. Danach übersiedelte er nach Berlin und war dort im Umfeld von Pfarrer Sigmund-Schulze in verschiedenen evangelischen Friedens- und Sozialorganisationen tätig. So arbeitete er als Sekretär in dem von Sigmund-Schultze mitgegründeten deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes  und kümmerte sich  um arbeitslose Jugendliche, die sich rund um den Schlesischen Bahnhof, den heutigen Ostbahnhof aufhielten. . 1931 verlor er aufgrund seines Eintretens für eine Aussöhnung mit Polen seine wissenschaftliche Hilfsstelle bei der Inneren Mission.  Arbeitslos kehrte er in seine Geburtsstadt Stettin zurück und gründete dort 1936 den Ökumenischen Verlag Stettin. Die Proteste Stöhrs gegen das nationalsozialistische Regime begannen früh und waren konsequent. Schon 1933 wandte er sich öffentlich gegen den Aufruf zum Boykott jüdischer Geschäfte und die Beflaggung von Kirchen mit Hakenkreuzfahnen. Später schloss er sich der Bekennenden Kirche  an.

Als er im Frühjahr 1939 zur Kriegsmarine  einberufen wurde, verweigerte Stöhr aus Gewissensgründen den Kriegsdienst.  Daraufhin wurde er am 31. August 1939 verhaftet.  Am 16. März 1940 verurteilte ihn das Reichskriegsgericht wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode. Das Urteil wurde am 21. Juni 1940 in Berlin-Plötzensee durch Enthauptung vollstreckt. Während der Beerdigung Stöhrs verhinderten Gestapo-Beamte, dass eine Predigt gehalten wurde; der Geistliche konnte lediglich ein Vater Unser  sprechen. Das Todesurteil gegen Stöhr wurde in den 1990er Jahren wieder Gegenstand der Rechtsprechung. Im Dezember 1997 wurde es durch das Landgericht Berlin  als eines der ersten Einzelurteile gegen Kriegsdienstverweigerer aus der Zeit des Nationalsozialismus wieder aufgehoben. Nur wenige Wochen später wurde anlässlich des 100. Geburtstages von Hermann Stöhr eine nördlich des Berliner Ostbahnhofs unweit seiner früheren Wohnung in der Fruchtstraße gelegene Grünanlage nach ihm benannt.

Bereits 1985 hat die Evangelische Kirchengemeinde Grünes Dreieck in Berlin-Charlottenburg, die heutige Evangelische Friedensgemeinde, ihrem Gemeindezentrum in der Angerburger Allee den Namen „Hermann-Stöhr-Haus“ gegeben.

Mögen auch die Gründe für die Desertion, die Wehrkraftzersetzung auch sehr individuell gewesen sein, das Nichtverarbeiten von Furchtbaren Kriegserlebnissen, die Angst vor dem Tod, die religiösen Gründe oder der antifaschistische Widerstand, gemeinsam haben sie, den Mut zu einem Entschluss der oftmals mit dem Tode endete.

Erinnert sei auch an die drei Weißenfelser Bürger Walter Hecht, war Glied unserer Gemeinde, an Helmut Wagner und Werner Prinzler die als Deserteure hingerichtet wurden. Sechs Weißenfelser kamen nach Urteilen im Strafbattl. 999 zu Tode. Aber auch an die Weißenfelser sei erinnert die aus welchen Gründen auch immer als Wehrmachtsangehörige keinen anderen Ausweg als den Suizid sahen, wie der 21 jährige Sohn des Pfarrers der Neustadtgemeinde.

Wünschen wir uns, dass wir diesen Stolperstein in viele Köpfe setzen, dass vor allem viele Jugendliche die Gelegenheit bekommen und nutzen sich über diese Menschen und ihre Schicksale und den nicht gerade rühmlichen Umgang mit ihnen in unserer Gesellschaft informieren und ihre ganz individuellen Schlussfolgerungen ziehen.

Lassen sie mich mit einem Zitat von Heinrich Böll enden: „Man sollte sie in den Schulbüchern unserer Kinder verewigen, die Unzähligen, die sich des ehrenwerten Delikts der Befehlsverweigerung schuldig gemacht haben, die gestorben sind, weil sie nicht morden und zerstören wollten.

Volker Heßler

Hans Klitzschmüllers Leserbrief an die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG

Mal sehen, ob die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG in Weißenfels diesen Leserbrief von Hans Klitzschmüller veröffentlicht:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit Verwunderung stelle ich fest, dass der 65. Jahrestag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus und die jährlich am 8.Mai  auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof Weißenfels stattfindende Kranzniederlegung keine Beachtung in der lokalen Presse gefunden hat. Allerdings nahm die Veranstaltung weitgehend ohne Beachtung der Vertreter von Medien ihren Verlauf, während der Tag des Einmarsches der amerikanischen Truppen in Weißenfels die verdiente Aufmerksamkeit genoss. Das steht im krassen Widerspruch zur Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu diesem Tag. Die Bundeskanzlerin weilte auf Einladung des russischen Präsidenten in Moskau, um an der Militärparade, an der erstmals auch alliierte Soldaten aus  Großbritannien, Frankreich, Polen und den USA teilnahmen, persönlich anwesend zu sein. In Weißenfels nahmen immerhin Vertreter der Botschaft und des Militärattache' der Russischen Förderation, Vertreter von VVN-BdA, sowie der Oberbürgermeister, einige Stadträte, das Bündnis für Toleranz, die Marinekameradschaft und mehr engagierte Bürgerinnen und Bürger als in den vorangegangenen Jahren teil.

Das gleiche Schicksal erfuhr auch die Eröffnung einer Ausstellung der Friedensbibliothek – Antikriegsmuseum der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg in der Marienkirche am 7. Mai mit dem Thema "Kriegsdienstverweigerung und Desertion im Dritten Reich".

Ist das im Sinne einer unabhängigen und überparteilichen Berichterstattung oder ist das Teil der Strategie einiger Politiker, die mit dem Ganzen nichts mehr zu tun haben wollen, weil es nicht mehr  in das Bild der vereinigten Bundesrepublik passt? Im Sinne eines verantwortlichen Umgangs mit der deutschen Geschichte ist dies jedenfalls nicht.

Wenn doch noch Interesse besteht, kann ich mit einem Beitrag und Fotos von der Kranzniederlegung aushelfen. Gern stehe auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Hans Klitzschmüller