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DGB-Kundgebung in Hannover

Die Demonstration und Kundgebung unter dem Thema: "Druck machen- für gerechte Politik- gegen soziale Kälte !" war Bestandteil der diesjährigen Herbstaktionen des DGB gegen die unsoziale Regierungspolitik. Mit dabei waren Mitglieder  der „BI für soziale Gerechtigkeit und gegen Sozialabbau“, Montagsdemonstranten und Mitglieder der IG BCE aus Weißenfels.

Im vom DGB zur Verfügung gestellten Bus reisten 31 Demonstranten aus Weißenfels und Umgebung nach Hannover.  Auf viele Teilnehmer mussten wir diesmal wegen der gleichzeitig notwendigen Aktionen gegen den Nazi-Parteitag in Hohenmölsen verzichten.

Bei strömenden Regen begann die Begrüßung der Teilnehmer aus zahlreichen Städten  und Betrieben Niedersachsens und aus Sachsen Anhalt. Transparente und Schirme beherrschten das Bild. Alle Delegationen, auch unsere, wurden von der Tribüne herab durch Nennung der Heimatstädte begrüßt.

Rund 15.000 Gewerkschafter, aber auch AKW-Gegner und Aktivisten von Bürgerinitiativen, Montagsdemonstranten und anderer Bewegungen aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt versammelten sich auf dem überfüllten Klagesmarkt in Hannover, um anschließend durch das Zentrum der Stadt bis zum Opernplatz zu demonstrieren. Dabei waren auch viele Jugendliche und Auszubildende.

Um 5 vor 12 begann auf dem Opernplatz die Kundgebung. Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG Metall, sprach sich entschieden gegen die "Rente mit 67" aus. Er verlangte mehr Ausbildungsplätze sowie die Übernahme von Leiharbeitern und Auszubildenden.

DGB-Chef Michael Sommer schlug als Alternative zum "Sparpaket" der Regierung vor, sich die 70 Milliarden bei den Reichen zu holen. Er bezeichnete es als Skandal, dass "diejenigen, die uns mit ihrer grenzenlosen Gier in die Krise gestürzt haben, sich heute wieder ungehemmt die Taschen füllen".

Grußworte internationaler Aktivisten und auch von den gleichzeitig stattfindenden Protesten gegen den Castortransport in Gorleben wurden gesprochen. Leider wurde den Themen um die unsozialen Hartz IV Gesetze, der ungleichen Rentenregelungen in Ost und West, der separatistischen Bildungsgesetzgebung, der entsozialisierten Gesundheitspolitik und den Betrügereien bei der Darstellung des Arbeitsmarktes zu wenig Raum gegeben.

Aber es war viel los an diesem Wochenende. Proteste gegen die Politik dieser asozialen lobbyistischen, kriegerischen und unfähigen Bundesregierung prägten das Geschehen. Die herausragende Erfahrung für mich war, dass wir nicht allein sind und die Protestbewegung stark ist. Das gibt auch den treuen aber leider viel zu wenigen Montagsdemonstranten auf dem Markt  in Weißenfels Mut, weiter zu machen.

Dann ging’s wieder in die Busse. Hier und da noch spontane Treffen mit Bekanten oder Freunden. Zufrieden, nass und müde erreichten wir wieder Weißenfels und gelobten den Protest gegen diese menschenverachtende Politik auch in Zukunft nicht aufzugeben, sondern  beharrlich mit noch besseren und zahlreicheren Initiativen zu verschärfen. Ziel muss auch in Weißenfels sein, alle sozialkritischen Initiativen, Verbände und Vereinigungen mit gleichem Ziel zu verbinden. 

Hans Klitzschmüller

BI für soziale Gerechtigkeit